Willkommen!

Dieses Blog ist Cole Porters Musical "Kiss Me, Kate" (1948) gewidmet. Hier sammle ich Rezensionen, Links, Fotos, Videos...

Außerdem versuche ich, möglichst alle aktuellen und kommenden "Kiss Me, Kate"-Produktionen im deutschsprachigen Raum zu erfassen und alles Relevante dazu zu verlinken.

Hast du etwas beizutragen? Dann nur zu! Ich freue mich über deine Links, Hinweise und Rezensionen zu "Kiss Me, Kate!" :-)

Mittwoch, 16. Mai 2012

Magdeburg

Uuuud noch eine Kate in der kommenden Saison, nämlich in Magdeburg (Sachsen-Anhalt). Premiere ist am 16. 3. 2012. Siehe hier.

Montag, 14. Mai 2012

Mehr Zähmung als Widerspenstigkeit

Kiss Me, Kate an der Staatsoperette Dresden (9. Mai 2012)

"Sexistische Kackscheisze"? Das Kiss Me, Kate-Plakat der Staatsoperette Dresden sorgte zuletzt für einige Diskussionen, was unter anderem dazu führte, dass ich die Betreiberin dieses Blogs und den Betreiber dieses Blogs bei der Vorstellung am 9. Mai in Dresden kennen lernen durfte. Eine sehr angenehme Begegnung! :-)

Und, war sie nun also so sexistisch, diese Kate? Bis zum Finale meiner Meinung nach nicht. Beim Finale kamen dann jedoch die Schwachstellen dieser sonst, um das schon vorwegzunehmen, recht netten Produktion, auch in dieser Hinsicht zum Vorschein: Der Hauptdarsteller, an diesem Abend Gerd Wiemer (alle Hauptrollen sind doppelt besetzt), blieb zu farblos und oberflächlich, als dass er die unbändige Freude und Erleichterung über Lillis Rückkehr (und somit den Kontrast zur Shakespeare-Handlung) hätte transportieren können. Elke Kottmair hatte ihn den Rest des Abends größtenteils an die Wand gespielt, war aber speziell in dieser Szene ebenfalls von der Regie einfach zu lieblos geführt. Dieses Augenzwinkern als viel zu schwache Ironisierung eines wirklich haarsträubenden Textes geht mir wirklich mittlerweile sooo auf den Senkel. ;-) Resultat: Ja, das Finale kam sexistisch rüber. Und nein, es wurde wieder mal überhaupt nicht plausibel gemacht, was nun eigentlich auf welcher Handlungsebene passierte. Eine Schwäche, die sich bereits früher in Akt 2 (Szene 3) gezeigt hatte. Akt 2 wurde denn auch von den beiden Dresdnern, mit denen wir die Ehre hatte und die das Stück vorab noch nicht gekannt hatten (interessant übrigens A. Keuks Gedanken danach, bitte hier nachzulesen!), als schwächer empfunden als Akt 1.

Akt 2 IST auch vom Text her weniger spritzig als Akt 1, aber man könnte doch regietechnisch viel mehr herausreißen. Vor allem sollte man sich dem Text weniger gehorsam unterwerfen. Raus mit den alten Kalauern und rein mit einer Dosis Zeitbezug und Lokalkolorit! Ich werde dem Regisseur, Holger Hauer, beispielsweise NIE verzeihen, dass er keinen der beiden Ganoven (Dietrich Seydlitz, Elmar Andree) sächseln ließ. ;-) Das Stück verträgt und braucht solche Abweichungen, solange man seine Art von Humor grundsätzlich beibehält.

Aber auch wenn die Regie insgesamt etwas zu brav daherkam, war es doch alles in allem eine vergnügliche Kate, die auch mit einigen gelungenen neuen Ideen aufwarten konnte. Es begann schon einmal sehr gut damit, dass, noch bevor die Lichter im Publikum ausgingen, einige der DarstellerInnen auf die Bühne kamen und den Anschein erweckten, sich auf die Premiere von Der Widerspenstigen Zähmung vorzubereiten. Das versetzte einen schon im Vorhinein in diese Stimmung vom "Stück im Stück". Auch reizvoll: Einige DarstellerInnen aus dem Chor/Ballett waren in manchen Szenen als Publikum zu sehen, in einer Galerie, die auf der Bühne im Hintergrund aufgebaut war. Eine super Idee!

Von den diversen guten Einfällen im weiteren Verlauf speziell des ersten Aktes möchte ich zwei hervorheben: Einmal Were thine that special face, wo Fred mit zunehmender Verzweiflung nach Lilli suchte, die augenscheinlich mit ihm hätte spielen sollen, aber in ihrer Wut verschwunden blieb und dann von drei (zunächst naturgemäß leicht verunsicherten) Chordamen ersetzt wurde. Ein sehr gelungener Bruch mit der Shakespeare-Ebene! Auch ganz hervorragend (und nur möglich, weil die in der Staatsoperette so eine coole Drehbühne haben): Akt 1, Szene 6, wo Lilli und Fred nach dem Eklat auf der Bühne hinter den Kulissen weiterstreiten; da wurde sichtbar, dass hinten auf der imaginären Hauptbühne weiter das Shakespeare-Stück gegeben wird, und zwar eine Szene zwischen Bianca und ihren drei Freiern. Die kamen abwechselnd nach vorne zu den zeternden Streithähnen Lilli und Fred und schimpften, dass sie auf der Bühne Ruhe haben wollten, um sich dann mit einem "Liebste Bianca" wieder ihrem Auftritt zuzuwenden. Wieder ein origineller Bruch; warum hat man sich nicht auch für den 2. Akt vergleichbare Lösungen einfallen lassen?

Nun zur musikalischen Seite. Die gesanglichen Leistungen fand ich durchgehend passabel bis gut. Das Orchester und die Tempi waren mMn tadellos. Gespielt wurde so eine Mischung aus Originalfassung und Broadway-Revival - man wählte die Version mit der Ouvertüre (allerdings - sehr passend - gekürzt), was mir gut gefiel, ansonsten orientierte man sich tw. auch an Don Sebeskys Arrangements. Das machen heutzutage eh schon die meisten; ein bissl schade find ich, dass man zB das Originalarrangement von "Too darn hot" kaum mehr zu hören bekommt, das ist nämlich nicht so aufgeblasen und viel cooler, wenn man mich fragt (Beweisführung hier).

Darstellerisch möchte ich Elke Kottmair, die Lilli, und Bryan Rothfuss, den Bill, hervorheben. Kottmair spielte mit der richtigen Mischung aus widerspenstig und zartfühlend; und Rothfuss fand ich, was bei Darstellern dieser Rolle eher selten ist, recht ausstrahlungsstark (wenn auch ein bissl zu wenig Strizzi - der Bill ist ja kein Braver...! ;-)). Die anderen waren größtenteils "eh gut" und "eh nett", was aber zumindest bei Fred/Petruchio zu wenig ist, der hätte doch kerniger und emotionaler gespielt gehört. Insgesamt denke ich, dass die Regie da einfach etwas zu wenig Elan und Gefühl aus den DarstellerInnen rausgekitzelt hat, aber zumindest als Typen waren die Rollen gut erfasst und das Ganze kam ja doch sehr charmant rüber.

Schließlich sollen auch die Kostüme und das Bühnenbild nicht unerwähnt bleiben, beides fand ich wirklich sehr gelungen (wenn man mal von den vergleichsweise etwas merkwürdigen Kleidern in der Schlussszene absieht). Endlich mal eine Kate in Grün statt in Rot. ;-)

Mein Fazit: Wer mal eine solide, vielleicht nicht endlos spritzige, aber charmante Kiss Me, Kate (in der guten alten Neumann-Nachdichtung) sehen möchte, wird im schönen Dresden bestens bedient, und das noch bis April 2013. Und die Blödiane, die diesen postpubertären Aufkleber über das Plakat geklebt haben, sollen hingehen und sich gemeinsam mit mir über das zu schwach ironisierte Finale ärgern, aber sich gleichzeitig genieren, dass sie um die paar Klapse so einen Wind gemacht haben. *lach*

Dienstag, 8. Mai 2012

"Kiss Me, Kate" auf Schweizerdeutsch

Endlich mal wieder eine Kiss Me, Kate in der Schweiz: und zwar wird es in Meggen, im Kanton Luzern, erstmals eine Kate auf Schweizerdeutsch geben. Die Vorstellungen werden von 13. Oktober bis 17. November 2012 laufen (siehe auch hier).

Samstag, 5. Mai 2012

Dresden: Noch zwei Videos

Zur Kiss Me, Kate an der Staatsoperette Dresden gibt es nun noch zwei Videos auf dresdeneins.tv:

Kurze Ausschnitte aus der Produktion:
http://www.dresdeneins.tv/veranstaltungstipps/Kiss_me_Kate-1549.html

Interview mit Elke Kottmair, einer der beiden Besetzungen für Lilli/Kate:
http://www.dresdeneins.tv/gespraech/vis_a_vis_%7C_Elke_Kottmair-1546.html
Kottmairs Gedanken hinten in der Maske sind sehr hörenswert!

Montag, 30. April 2012

Die Detmolder Tournee: Paderborn und Gütersloh

Auf der HP des Landestheaters Detmold steht noch immer keine Vorankündigung der Kiss Me, Kate-Produktion. Bereits angekündigt wurde ja eine Aufführung in Marl (7. 3. 3013), und ich vermute, dass auch die Kate in Recklinghausen (6. 3. 2013) und evtl. (aber da bin ich mir weniger sicher) auch die in Gladbeck Gastspiele aus Detmold sein werden. Auf jeden Fall machen die Detmolder auch Halt in Gütersloh (3. 5. 2013) und Paderborn (22. 5. 2013). Ich werde das weiter verfolgen. ;)

Sonntag, 29. April 2012

Details zur Sommerproduktion in Linz

Wie vor ein paar Tagen angekündigt, wird es im Sommer eine Kiss Me, Kate-Produktion in Linz geben. Hier finden sich weitere Informationen dazu. Richtige Premiere ist anscheinend erst am 17.8., das am 16.8. läuft unter "Preview"; hat wer eine Ahnung, was man sich darunter vorzustellen hat? So was wie eine offene Generalprobe?

Samstag, 28. April 2012

Dresden: Video

Es ist nun ein schöner Videoclip zur Kiss Me Kate, die gestern in Dresden Premiere hatte, online - mit Ausschnitten und Interviews. Die Kostüme finde ich wirklich sensationell. Ansonsten orientieren Regie und Ausstattung sich vermutlich recht stark an der Inszenierung vom Broadway-Revival, aber da gibt es ja schlechtere Vorlagen.

Oje, am Schluss wird wieder nur gezwinkert, das macht ironietechnisch leider das Kraut bekanntlich nicht fett, nach Zeilen wie "and meekly put your hand 'neath the sole of your husband's foot". :-D Generell erweckt das Interview mit Holger Hauer nicht den Eindruck, dass hier großen Wert gelegt wurde, die Handlungsebenen voneinander abzuheben. Aber da urteile ich sicher vorschnell, ich freue mich jedenfalls SEHR darauf, die Produktion bald zu sehen - und im Zweifelsfall ist mir bei Kiss Me, Kate "zu konventionell" jedenfalls deutlich lieber als "zu avantgardistisch". :-)

Ach ja: Zu der Diskussion über das böööööööse Plakat - bitte beim Video genau schauen, SIE ist deutlich brutaler als ER, oder? SEINE hemmungslose Männergewalt erweckt jedenfalls eher den Eindruck, unterhalb der Wahrnehmungsgrenze zu sein. :-D

Freitag, 27. April 2012

Dresden: Text zur Werkeinführung

Ich habe bereits vor wenigen Tagen zu Jürgen Hartmanns Blogeintrag über den Hintergrund zu Kiss Me, Kate gepostet. Heute, am Tag der Premiere, gibt es dort noch eine Werkeinführung mit Fotos.

Dresden: Erste Fotos online

Auf der Titelseite von der HP der Staatsoperette Dresden sind erste Kiss Me, Kate-Fotos als Slideshow zu bewundern. Das Foto mit dem Telefonkabel find ich lustig! Sehr schöne Kostüme. Heute ist Premiere, toi toi toi an alle Beteiligten und viel Spaß dem Publikum! :-)

Mittwoch, 25. April 2012

Linz

Uuuund noch eine Kiss Me, Kate-Produktion in Österreich, und zwar beim Musicalsommer am Landestheater Linz. Die Kate wird vom 16. August bis 2. September 2012 laufen.

Es werden dazu auch noch Darstellerinnen gesucht, siehe hier. (Da steht, dass die Übersetzung von S. F. Wolf bemüht wird - Jessas Maria - und nein, zum ersten Mal, wie im Text geschrieben, ist das leider nicht der Fall... ;-))